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13.01.2026Aergera Giffers vs. UHC Bremgarten 4:3 (2:1; 1:2; 1:0)

Ein Sieg, aber keine Hochgefühle bei Aergera Giffers

Der Sieg gegen Bremgarten ist für Aergera Giffers ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Playoffs. Trotz der drei Punkte sind Richard Kaeser und sein Team aber nicht vollends zufrieden.

Lena Brügger, 12.01.2026

Am Samstagabend empfing Aergera Giffers den UHC Bremgarten. Da die Giffersnerinnen als Tabellenzweite gegen die siebtplatzierten Gäste als klare Favoritinnen in die Partie gingen, überrascht der 4:3-Sieg kaum. Von der Art und Weise, wie sie das Spiel für sich entscheiden konnten, ist die Heimmannschaft jedoch nicht ganz überzeugt.

«Es ist schwierig, dieses Spiel einzuordnen. Es gab sehr gute Momente, aber auch einfach unsägliche Momente», resümiert Cheftrainer Richard Kaeser nach dem Auftritt von Aergera Giffers am Samstag. Trotz des Siegs sehe er noch viel Luft nach oben.

Start geglückt

Zunächst starteten die Giffersnerinnen gut. Obwohl sie zu Beginn des Spiels noch nicht unbedingt zwingende Chancen verzeichneten, eröffneten sie das Skore bereits nach drei Spielminuten. Elisa Biolley gelang es, den Gegnerinnen bei einer Auslösung den Ball abzuluchsen. Biolley liess sich nicht zweimal bitten und mit einem abgeklärten Abschluss keine Fragen mehr offen. Bremgarten blieb derweil ziemlich passiv und fand nicht wirklich ins Spiel.

So war es Lisa Willener, die den Vorsprung mit einem sauber platzierten Schuss ausbaute und die gegnerische Defensive ziemlich alt aussehen liess. In der Folge schienen die Giffersnerinnen jedoch etwas an Energie einzubüssen. Die Verteidigung wurde nicht mehr mit gleicher Konsequenz durchgezogen, und so stach der lettische Trumpf der Gegnerinnen in der Person von Anna Ankudinova durch eine starke Einzelleistung ein erstes Mal zu.

Nach der ersten Drittelspause hatten die Gegnerinnen die Anreise wohl definitiv verdaut und fanden immer besser ins Spiel. Zwar hatten sie wenige wirklich gute Chancen, dennoch gelang es Mia Scherler, die Partie auszugleichen. Knappe fünf Spielminuten später gingen die Gäste sogar ein erstes Mal an diesem Abend in Führung. Als Aergera daraufhin für zwei Minuten in Unterzahl agieren musste, bot sich für den UHC Bremgarten die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen. Diese liessen sie jedoch ungenutzt verstreichen.

Steigerungslauf zum Schluss

Ihr Powerplay war wenig überzeugend, vielmehr konnte Aergera mit einem starken Boxplay nicht nur gut dagegenhalten, sondern sogar fast bessere Chancen verzeichnen als die Gäste mit einer Spielerin mehr. Für den Shorthander reichte es zwar nicht, doch waren die Giffersnerinnen von dieser Energie beflügelt und es gelang Margaux Houriet, noch vor Ende des zweiten Drittels auf 3:3 auszugleichen.

Wenn das Spiel in den ersten 40 Minuten doch noch eher gemächlich dahinplätscherte, nahm es im letzten Drittel dann noch einmal an Fahrt auf. Aufgrund von überhartem Körpereinsatz musste eine Spielerin des UHC Bremgarten auf die Strafbank, und der Heimsieg lag bereits in der Luft. Doch auch den Giffersnerinnen blieb der Powerplaytreffer verwehrt.

So entschied sich Kaeser rund acht Minuten vor Spielende dafür, nur noch mit zwei Linien zu agieren, um die Gegnerinnen noch stärker unter Druck zu setzen. Mit Erfolg: Die spätere Bestplayerin Margaux Houriet wurde von Fabienne Aeschbacher wunderbar bedient und bedankte sich mit dem Siegtreffer.

Für Richard Kaeser ist es ein Schritt in die richtige Richtung: «Schlussendlich haben wir drei Punkte und die nehmen wir mit», so der Cheftrainer. Besonders im Mitteldrittel habe ihm aber der Wille seines Teams gefehlt. «Die Gegnerinnen spielen ein langsames Spiel, was uns überhaupt nicht liegt. Trotzdem ist es schade, dass wir es nicht schaffen, uns 60 Minuten lang nur auf uns zu konzentrieren.»

Für Aergera Giffers war es das letzte Heimspiel vor den Playoffs, bevor es nächste Woche nach Frauenfeld geht. Danach warten Wasa und Nesslau in einer Doppelrunde. «Es werden sicher drei coole Spiele werden», schaut Kaeser voraus. «In der Tabelle ist es vorne momentan ziemlich eng. Gut möglich, dass das letzte Wochenende darüber entscheiden wird, wo auf den ersten drei Plätzen in der Tabelle wir die Qualifikation beenden.»

Aergera Giffers vs. UHC Bremgarten 4:3 (2:1; 1:2; 1:0)

Sporthalle Giffers-Tentlingen. SR: Häusler/Isler. 138 Zuschauende. Tore: 3. Biolley 1:0. 7. Willener (Ju. Kolly) 2:0. 10. Ankudinova (Isler) 2:1. 24. Scherler (Woschina) 2:2. 29. Häusler (Scherler) 2:3. 38. Houriet (Bertolotti) 3:3. 56. Houriet (Aeschbacher) 4:3.

Strafen: 1-mal 2 Min. gegen Aergera Giffers, 1-mal 2 Min. gegen UHC Bremgarten.

UH Aergera Giffers: Aebischer; M. Jungo, Kohler; Ju. Kolly, Götz; L. Jungo, Ulrich; Vuagniaux; Houriet, Bertolotti, Aeschbacher; Schüpbach, Willener, Biolley; Ja. Kolly, E. Corpataux, Riedo.

UHC Bremgarten: Johnsrud; Zollinger, Isler; Woschina, Kalt; Kron, Zimmermann; Ott, Norgren, Ankudinova; Scherler, Kiss, Häusler; Haab, Grimm, Sieber.

Frauen. Nationalliga B. Die Rangliste: 1. UH Lejon Zäziwil 15/32. 2. Aergera Giffers 15/31. 3. Unihockey Basel Regio 15/28. 4. Wasa St. Gallen 15/27. 5. Nesslau Sharks 15/27. 6. Visper Lions 15/22. 7. Bremgarten 15/20. 8. Chilis Rümlang-Regensdorf 15/19. 9. UH Appenzell 15/12. 10. Red Lions Frauenfeld 15/7.